Fühlst du dich manchmal von deinem eigenen Kleiderschrank erschlagen? Quetschen sich die Kleiderbügel aneinander, als gäbe es kein Morgen, und trotzdem hast du das Gefühl, „nichts zum Anziehen“ zu haben? Wenn du jetzt innerlich nickst, dann lass dir von mir sagen: Du bist nicht allein. Und noch viel wichtiger: Es gibt einen Weg aus diesem Dilemma – einen Weg zu mehr Leichtigkeit, Freude und Klarheit, der direkt durch deinen Kleiderschrank führt.
Als ich vor einigen Jahren die Entscheidung traf, aus meinem 140-m²-Haus in ein 50-m²-Tiny-House zu ziehen, war der Kleiderschrank eine meiner größten Herausforderungen. Ich stand vor einem Berg von Kleidung und fragte mich: Was brauche ich wirklich? Was davon bin ich? Dieser Prozess hat mich mehr gelehrt als nur das Falten von T-Shirts. Er hat mir gezeigt, dass äußere Ordnung eine unglaubliche Kraft hat, um auch innerlich aufzuräumen. Genau diese Erfahrung und die Erkenntnisse aus meinem systemischen Coaching möchte ich heute mit dir teilen.

Warum ein leerer Kleiderschrank den Kopf freimacht
Die Philosophie, dass äußere Ordnung zu innerer Ordnung führt, ist das Herzstück meiner Arbeit. Dein Kleiderschrank ist mehr als nur ein Aufbewahrungsort für Textilien. Er ist ein Spiegelbild deines Inneren, deiner Gewohnheiten und oft auch deiner ungelösten Themen. Ein überfüllter Schrank kann unbewusst Stress verursachen. Jeden Morgen die gleiche, frustrierende Suche nach dem passenden Outfit – das raubt Energie, die du für die wirklich wichtigen Dinge im Leben brauchst.
Beim Kleidung aussortieren geht es also um viel mehr als nur um Platz schaffen. Es geht darum, Entscheidungen zu treffen, Altes loszulassen und Raum für Neues zu schaffen – nicht nur im Schrank, sondern auch im Kopf. Du definierst, was dir guttut und wer du sein möchtest. Das ist ein unglaublich befreiender Akt der Selbstfürsorge.
Die Alltagsfreiraum-Methode: In 5 Schritten zu mehr Ordnung im Schrank
Vergiss komplizierte Regeln und starre Dogmen. Meine Alltagsfreiraum-Methode ist ein einfacher, liebevoller Leitfaden, der dich Schritt für Schritt zu einem Kleiderschrank führt, der dich glücklich macht. Lass uns gemeinsam loslegen!
Schritt 1: Die Bestandsaufnahme – Was hast du wirklich?
Der erste Schritt ist der mutigste: Räume deinen kompletten Kleiderschrank leer. Ja, alles! Jede Socke, jedes T-Shirt, jede vergessene Jeans aus der hintersten Ecke. Breite alles auf deinem Bett oder dem Boden aus. Dieser Moment kann überwältigend sein, aber er ist essenziell. Nur so bekommst du ein ehrliches Bild davon, was du überhaupt besitzt. Du wirst überrascht sein, welche Schätze und welche Ladenhüter zum Vorschein kommen.
Schritt 2: Die radikale Entscheidung – Qualität vor Quantität
Jetzt beginnt das Herzstück des Prozesses: das Aussortieren. Nimm jedes einzelne Teil in die Hand. Bekannte Methoden wie die von Marie Kondo fragen: „Macht es dir Freude?“ Ich möchte diese Frage erweitern, geprägt durch meine eigene Geschichte. Aufgewachsen in der DDR, habe ich gelernt, den Wert der Dinge zu schätzen, zu reparieren statt wegzuwerfen. Deshalb frage dich nicht nur, ob es Freude macht, sondern auch:

- Fühle ich mich darin wohl und selbstbewusst?
- Passt es zu meinem heutigen Leben und meinem Stil?
- Ist die Qualität gut und möchte ich es pflegen?
Sei ehrlich zu dir. Das Ballkleid, das seit zehn Jahren auf einen Anlass wartet, der nie kommt? Die Jeans, die seit der Uni nicht mehr passt? Es ist Zeit, loszulassen. Es geht nicht darum, möglichst viel wegzuwerfen, sondern darum, eine bewusste Auswahl zu treffen. Qualität vor Quantität ist hier das Motto. Behalte die Stücke, die deine Persönlichkeit unterstreichen und in denen du dich rundum wohlfühlst.
Schritt 3: Die Drei-Kisten-Methode – Behalten, Loslassen, Nachdenken
Um den Prozess zu strukturieren, hat sich die klassische Drei-Kisten-Methode bewährt. Besorge dir drei große Kisten oder Säcke und beschrifte sie:
- Behalten: Hier kommen all deine Lieblingsteile hinein. Die Kleidung, die die Fragen aus Schritt 2 mit einem klaren „Ja“ beantwortet hat.
- Loslassen (Spenden/Verkaufen/Recyceln): Alles, was du nicht mehr brauchst, kommt hier hinein. Gut erhaltene Kleidung kannst du spenden oder auf Second-Hand-Plattformen verkaufen. Kaputte Textilien gehören ins Textilrecycling.
- Nachdenken: Diese Kiste ist für die „Vielleicht“-Kandidaten. Teile, bei denen du unsicher bist. Verschließe diese Kiste und stelle sie für eine festgelegte Zeit (z.B. 3-6 Monate) aus dem Sichtfeld. Was du in dieser Zeit nicht vermisst hast, darf gehen. So triffst du keine überstürzten Entscheidungen.
Schritt 4: Das neue System – Ein Zuhause für jedes Lieblingsteil
Nun kommt der schönste Teil: das Einräumen! Dein Schrank ist jetzt leer und bereit für deine kuratierte Auswahl. Gib jedem Teil einen festen Platz. Überlege dir ein System, das für dich funktioniert. Hängst du lieber oder faltest du? Sortierst du nach Farben oder nach Kategorien (Hosen, Pullover, etc.)?
- Tipp: Nutze einheitliche Kleiderbügel. Das schafft sofort eine ruhige und ordentliche Optik.
- Vertikales Falten (inspiriert von KonMari) spart nicht nur Platz, sondern gibt dir auch einen besseren Überblick über deine T-Shirts und Pullover.
Dies ist auch der perfekte Moment, um über eine Capsule Wardrobe nachzudenken. Eine Capsule Wardrobe ist eine minimalistische Garderobe, die aus wenigen, sorgfältig ausgewählten und gut kombinierbaren Teilen besteht. Mit deiner neuen, bewussten Auswahl hast du den Grundstein dafür bereits gelegt.
Schritt 5: Die Routine – Wie du die Ordnung dauerhaft bewahrst

Einmal Ordnung im Schrank zu schaffen ist die eine Sache, sie zu halten die andere. Aber keine Sorge, mit ein paar einfachen Gewohnheiten gelingt dir das mühelos:
- Die „Eins rein, eins raus“-Regel: Für jedes neue Kleidungsstück, das einzieht, muss ein altes gehen. Das verhindert, dass der Schrank wieder unkontrolliert wächst.
- Feste Plätze: Bringe getragene, aber noch saubere Kleidung direkt an ihren Platz zurück. Der berühmte „Stuhl“ im Schlafzimmer hat ausgedient.
- Saison-Check: Mache zweimal im Jahr einen kleinen Check, wenn du die Saison-Garderobe wechselst. Passt noch alles? Fühlst du dich noch wohl?
Perfektionismus loslassen: Dein Weg ist das Ziel
Vergiss die perfekt inszenierten Kleiderschränke auf Instagram. Dein Ziel ist nicht Perfektion, sondern ein System, das für dich und deinen Alltag funktioniert. Es wird Tage geben, an denen es chaotischer ist, und das ist völlig in Ordnung. Wichtig ist, dass du den Weg zu deiner Grundordnung immer wieder findest. Sei nachsichtig mit dir und feiere den Fortschritt, nicht das makellose Endergebnis.
Dein nächster Schritt zum Alltagsfreiraum
Das Ausmisten deines Kleiderschranks ist ein kraftvoller erster Schritt auf dem Weg zu mehr Ordnung und Freiheit in deinem Leben. Du hast gelernt, loszulassen, bewusste Entscheidungen zu treffen und dir Räume zu schaffen, in denen du dich wohlfühlst. Wenn du diesen Weg weitergehen und noch mehr Bereiche deines Lebens mit Leichtigkeit und Struktur füllen möchtest, dann lade ich dich herzlich ein, dir mein kostenloses eBook herunterzuladen.
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Ich wünsche dir viel Freude und Leichtigkeit auf deinem Weg!
Deine Katrin